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Fußball 13.11.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Ganz schwache erste Hälfte bringt Grolland beim 2:3 gegen Geestemünde auf die Verliererstraße - TSV-Anfangsformation sorgt für reichlich Gesprächsstoff

Schon oft hat Grollands Coach Frank Thinius Gegner mit seinen Taktiken, oder mit einer ungewöhnlichen Aufstellung verblüfft. Diesmal allerdings hat er sich und seinem Team, mit einer zumindest diskussionswürdigen Start-Formation, offenbar selbst die Karten gelegt. Da taucht plötzlich der gelernte Abwehrspieler Ramdas Essel auf der linken Mittelfeldposition auf, der zuverlässige sonstige Rechtsverteidiger Ali Hoxha wurde ebenfalls vorgezogen. Und wer es sich leisten kann einen wieder spielberechtigten Anil Morkan in solch einem wichtigen Spiel zunächst auf der Bank zu lassen, der muss schon einen ganz besonderen Plan erdacht haben.

Angesichts dieser Anfangsformation waren allerdings nicht nur die kundigen Grollander Zuschauer reichlich verwirrt, sondern ganz offenbar auch das eigene Team. Die Schachzüge von Frank Thinius entpuppten sich diesmal schnell als Eigentor und die Schwachstellen in dieser Konstellation hatte auch der ESC Geestemünde sofort ausgemacht. Bereits in der 13. Spielminute fiel das 0:1, wobei die vorher schon bedenklich wackelnde Defensive der Hausherren den Bremerhavenern Tür und Tor öffnete. Zuvor (8.) musste schon Keeper Jan Dähne, seine Elf vor Schaden bewahren. Die Heimelf hatte bis zum Gegentor zwei Abschlusschancen (9. u. 10.), konnte diese jedoch nicht verwerten.

Die Hausherren bekamen wie immer vor allem auf den Außenverteidiger Positionen große Probleme mit den Gegenspielern, aber auch die Abwehrmitte stand alles andere als sattelfest. Allerdings wie anfangs beschrieben, es hätte zumindest meiner Meinung nach, bessere personelle Lösungen gegeben.

Ein aussichtsreicher Konter der Gäste (18.) verlief gottseidank im Sande. Bei der Heimelf hingegen lief hinten und auch nach vorne eigentlich gar nichts. Ein missglückter Klärungsversuch der Grollander landete maßgerecht vor den Füßen des Gegners und der bedankte sich mit einem strammen Schuss zum 0:2 (35.) ins Grollander Netz. Die beste Möglichkeit für die Hausherren besaß dann Ali Hoxha erst kurz vor der Pause, aber er verfehlte knapp das Ziel.

Ich weiß nicht was in der Halbzeit besprochen wurde, aber offensichtlich war die Formation nicht nur am Spielfeldrand, sondern auch in der Kabine ein Thema. TSV-Trainer Thinius jedenfalls reagierte mit zwei neuen Leuten. Getauscht hatte der Grollander Coach allerdings im Mittelfeld, seine äußerst instabile Abwehrkette hingegen veränderte er (warum auch immer?) nicht.

Nichtsdestotrotz mit Mehmet Demirci und Anil Morkan kam endlich Schwung ins Grollander Spiel. Die Heimelf machte sofort Druck und es entstanden gute Chancen (47.) durch Anil Morkan und einen Kopfball von Sönke Voss (48.). Anil Morkan verkürzte per Volleyabnahme (52.) auf 1:2. Nico Witte besorgte per Kopfball wenig später (60.) den Ausgleich. Mitten in dieser Aufholeuphorie gelang es den Gästen aber kaltschnäuzig zurückzuschlagen. Wieder einmal erwies sich die TSV-Defensive nur als Slalomstangen und schon stand es 2:3 (68.).

Jetzt mussten die Hausherren erneut aufmachen und die stets gefährlichen Gästekonter dabei in Kauf nehmen. Die nun folgenden Angriffsbemühungen der Grollander erzeugten zwar Druck, richtig zwingend wurden sie aber nicht mehr. Einen Kopfball von Sönke Voss (72.) und was sonst noch auf das Gästetor kam entschärfte der bombensichere ESC-Keeper Tjark Mertha u. a. einen Mordsknaller von Sönke Voss (85.). Zwischenzeitlich hätte der ESC seine Führung allerdings auch noch ausbauen können, denn die Heimelf befand sich jetzt ohne Rücksicht auf "Verluste" nur noch im Vorwärtsgang.

Fazit: Dieses wichtige Kellerduell ging in der ganz schwachen ersten Spielhälfte verloren.

Sportbuzzer Bremen berichtet wie folgt: http://www.sportbuzzer.de/…/geestemunde-setzt-sich-im-kell…/

Fußball 06.11.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Da war mehr drin - Elfmetergeschenk kostet Grolland beim 2:3 gegen Blumenthal einen Punkt

Schiedsrichter Maximilian Mierzwa wird den Grollandern wahrscheinlich noch länger in äußerst negativer Erinnerung bleiben, denn seine falsche Elfmeterentscheidung in der 58. Spielminute drehte die Partie zu Gunsten der Gäste aus Blumenthal. Quasi wegen Nichts ertönte sein Pfiff nach einem normalen Zweikampf im Strafraum der Gastgeber und während sich selbst die Nordbremer ungläubig anschauten, zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Die Moussalli-Schützlinge nahmen das Geschenk dankend an und verwandelten zum 2:2.

Die erste Torgelegenheit hatte die Heimelf, eine Direktabnahme nach schöner Eingabe von Toski klärte der BSV-Keeper per Fußabwehr (7.). Zwei Zeigerumdrehungen später hatten die Hausherren allerdings Glück, denn ein gescheiter Pass in die Angriffsspitze wurde vom Blumenthaler Angreifer leichtfertig verdaddelt (9.). Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, aber anders als vor 14 Tagen der Bremer SV nahmen die Bremen Norder den Kampf und die Platzverhältnisse gut an. Der nächste Abschluss der Gäste (19.) flog nur knapp über die Querlatte des TSV-Gehäuses. Die Gastgeber standen tief und versuchten ihr Heil im Konterspiel.

Eine schöne Flanke von Außen, hereingegeben durch Kennedy Ukachukwu, veredelte der langsam wieder in die Torjägerspur findende Grollander Bashkim Toski per Kopf zum 1:0 Führungstreffer (21.). Auf der Gegenseite musste sich kurz darauf (23.) Torwart Jan Dähne gewaltig strecken, um einen Kopfballtreffer zu verhindern. Bilal Altunc vergab eine weitere gute Einschussmöglichkeit für die Thinius-Mannen, er jagte den Ball aus aussichtsreicher Position jedoch über das Gästetor (25.).

Über die Grollander Schwachstelle auf den Außenverteidiger Positionen wurde der Ausgleichstreffer eingeleitet, allerdings verließ auch Grollands Torwart Dähne sein Tor beim Rettungsversuch vorm 1:1 (26.) nur halbherzig.

Eine feine Kopfballablage von Sönke Voss bescherte den Hausherren die nächste Großchance, dabei vergab TSV Youngster Kennedy Ukachukwu eine nahezu 100%-ige (29.) aus kurzer Distanz, während hinter ihm der ebenfalls eingelaufene Bashkim Toski noch besser postiert war. Zehn Minuten später schloss Ukachukwu (siehe Foto) dann einen schnell vorgetragenen Konter seiner Elf erfolgreich zum 2:1 Führungstreffer (39.) für seine Mannen ab. So ging es mit einer knappen, aber nicht unverdienten Pausenführung für die Hausherren in die Halbzeit.

Die Blumenthaler kamen hochmotiviert auf den Platz zurück, hatten aber Glück das Kennedy Ukachukwu per Volleyabnahme (50.), erneut knapp das Ziel verfehlte. Und dann kam dieser ominöse Elfmeterpfiff zu Gunsten der Gäste (58.). Plötzlich stand es 2:2 (58.) und die Blumenthaler witterten jetzt Morgenluft. Innenverteidiger Nico Witte ließ seinen Gegenspieler viel zu leicht enteilen und der schloss konsequent und unhaltbar zum 2:3 (70.) ab. Die Hausherren gaben aber nicht auf und versuchten zumindest einen Punkt zu retten. Allerdings wurde ihnen ein klarer Foulelfmeter nach Vergehen an Toski (77.) verwehrt. Dabei ging die Blickrichtung des Unparteiischen auf die Zuschauerkulisse am Seitenrand, während im Blumenthaler Strafraum die "Post" abging. Auch der Linienrichter entschied sich offenbar dafür die Szene nicht gesehen zu haben.

Der TSV beorderte nun Sönke Voss nach vorne und nahm einige gefährliche Konter der Gäste jetzt billigend in Kauf. Erneut (85.) roch es erneut nach Elfmeter für den TSV, während die Blumenthaler natürlich für eine Schwalbe von Toski plädierten. Dieser Auslegung schloss sich inzwischen nur noch wenig überraschend auch Schiedsrichter Mierzwa an.

In der hektischen Schlussphase kam es noch zu leichten Reibereien vor dem Gästetor. Dabei wurde Grollands Toski von einem Kontrahenten mit beiden Händen reichlich grob zu Boden gestoßen (85.). Klare Tätlichkeit und damit rote Karte für den Blumenthaler wäre eigentlich die logische Folge gewesen, aber auch hier entschied Herr Mierzwa entgegen den Tatsachen.  Er gab dem aufgebrachten Grollander Bashkim Toski die zweite Gelbe, also gelb/rot und dem Gästeakteur ebenfalls nur gelb. Und so endete auch diese Partie mit einer weiteren eher unnötigen Niederlage für die Grollander.

Fazit: Wenn der "Fußballgott" Spiele entscheidet, dann stand er heute in Grolland auf dem Platz und trug komplett schwarz.

Fußball 29.10.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Es sollte nicht sein - Grolland hatte Chancen um zwei Spiele zu gewinnen und verliert in Vegesack am Ende mit 1:2

Diese Niederlage war so unnötig wie ein Kropf. Bis zum Pausenpfiff hätte die Thinius-Mannen schon klar in Front liegen können/müssen, am Ende stand man nicht zuletzt auf Grund einer krassen Fehlentscheidung mit leeren Händen da.

Vor nur schwacher Kulisse, davon 2/3 aus Grolland, versuchten die Hausherren gleich Druck zu machen und vorne drauf zu gehen. Es dauerte eine Weile bis sich der TSV darauf eingestellt hatte. So musste zunächst einmal (8.) unser Keeper Ercan Vayvalako ernsthaft zupacken, um einen Ball zu entschärfen. Nach einer Viertelstunde machten sich die Thinius-Mannen dann auf ihrerseits Akzente in Richtung generisches Tor zu setzen. Ein feiner Pass von Bilal Altunc erreichte den freistehenden Kennedy Ukachukwu, der von hinten im Strafraum gelegt wurde. Ein eindeutiger Foulelfmeter, Bashkim Toski (siehe Foto) übernahm Verantwortung und verwandelte zum 0:1 (18.).

Nun waren die Gäste richtig drin in der Partie kaum 120 Sekunden später brannte es erneut im SAV Strafraum. Dann war es der aufgerückte Sönke Voss (25.), der per Kopf nur knapp das Gehäuse der Hausherren verfehlte. Nach einer halben Stunde nahmen die Vegesacker wieder etwas Fahrt auf, hatten aber erneut großen Dusel, da ein toller Kopfballaufsetzer von Germain Martens (30.) ebenfalls nicht im Tor landete. Einen strammen Schuss von Grollands Oguzhan Dalan (33.) klärte der SAV-Keeper zu Ecke. Dann konnte Kennedy Ukachukwu einen Patzer des SAV Schlussmannes nicht nutzen (40.). Nach zwei entschärften Eckbällen für die Gastgeber ging es dann in die Pause.

Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, da strich ein Freistoß von Oguzhan Dalan (46.) hauchdünn am Pfosten vorbei. Auch die Gastgeber kamen aktiver aus der Pause zurück und entwickelten Druck. Nach einer Stunde Spielzeit hätte der TSV in Person von Bilal Altunc den Sack zu machen können. Schön freigespielt legte er den Ball am SAV-Keeper, aber leider auch am Tor vorbei. Kurios dann die Ereignisse vor dem Tor zum 1:1. Der Schiri entschied auf Freistoß und wurde vom angeblich gefoulten SAV-Akteur Nick Enghardt fair darauf hingewiesen, dass da keine Regelwidrigkeit gegen ihn vorlag. Mit dem Kommentar - mir egal, trotzdem Freistoß - beharrte der Unparteiische auf seiner Fehlentscheidung. Es war dann der folgende Freistoß aus dem Halbfeld, der den Gastgebern den Ausgleich bescherte. Der nicht gerade groß gewachsene SAV-Stratege Hodzic erzielte per Kopf den 1:1 Ausgleichstreffer (64.).

Dann passierte längere Zeit nichts Nennenswertes mehr auf dem Spielfeld, ehe Grollands Torwart Vayvalako energisch in größter Gefahr (70.) klären konnte. Ein weiterer, zumindest sehr fragwürdiger (zunächst wurde ein Grollander gefoult), Freistoß brachte dann die Hausherren auf die Siegerstraße. Direkt aus 22 Metern, über die Mauer, ins Netz zum 2:1 Führungstreffer (84.) für die Gastgeber; perfekt getroffen, dass muss man leider neidlos anerkennen. Jetzt warfen die Thinius-Mannen alles nach vorne und kurz vor dem Abpfiff (90.), war der SAV-Keeper zwar schon geschlagen, aber der Kopfball von Kennedy Ukachukwu verfehlte ganz knapp das Ziel.

Fazit: Zumindest einen Punkt hätten die Grollander mehr als verdient gehabt.

Fußball 25.10.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Grollands Kapitän Sönke Voss im Interview mit BSV LateNight nach dem Sensationssieg gegen den Bremer SV

http://www.bsv-latenight.de/mediathek/mit-sicherheit-habt-ihr-da-ein-paar-prozente-zugelegt-soenke-voss

Fußball 25.10.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Grolland entdeckt sein Kämpferherz wieder - sensationeller 1:0 Erfolg gegen den Liga Primus Bremer SV

In Anbetracht der zahlreichen Spielerausfälle beim TSV habe ich vor dem Anpfiff eigentlich mit dem Gedanken gespielt wieder nach Hause zu fahren, denn ehrlich gesagt befürchtete ich eine haushohe Niederlage gegen den Tabellenführer der Bremen-Liga. Gut das ich geblieben bin, denn sonst hätte ich diese Sensation verpasst.

Der Bremer SV startete erwartungsgemäß sofort druckvoll und berannte, allerdings ziemlich ideenlos, das Grollander Tor. Wo der BSV auch hin passte, oder flankte, stets war ein Grollander da, um die Situation zu bereinigen. Auch nach einer halben Strunde stand das von Kapitän Sönke Voss hervorragend geführte und organisierte TSV-Bollwerk noch unbeschädigt. Der BSV zwar spielerisch zwar deutlich überlegen, aber spätestens am Strafraum der Hausherren war Schluss mit lustig. Keine einzige richtig gefährliche Chance konnte der Favorit herausspielen und so ging langsam die Meckerei los beim Bremer Serienmeister. Und weil so gar nichts vorm Tor richtig klappen wollte, sanken die ständig reklamierenden Mannen von Sascha Pinter immer schneller und leichter zu Boden, um über Freistöße, oder ein Elfmetergeschenk eventuell einen Torerfolg zu erheischen.

Die Thinius-Mannen tankten über die Anzahl der gewonnen Zweikämpfe nach und nach mehr Selbstbewusstsein und suchten ihrerseits zwischendurch immer wieder auch selbst den Weg nach vorne. Der diesmal glänzend aufgelegte Anil Morkan narrte (40.) die gesamte BSV-Defensive, nur der gute Abschluss blieb leider aus. So wurden torlos die Seiten gewechselt, dass alleine war schon eine große Überraschung.

Nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild, der Bremer SV erhöhte die Schlagzahl und wollten den Führungstreffer. Aber ein ums andere Mal bissen sich die Waller die Zähne an der Grollander Defensive aus. Da half auch eine Serie von Eckbällen und Freistößen nicht, um den TSV ernsthaft zu verwunden. Richtig gefährlich wurde es nach einer Stunde dann auf der Gegenseite, aber leider traf Anil Morkan freistehend den Ball nicht richtig. Kurz darauf hätte Grollands Bashkim Toski den weit vor dem Tor stehenden Gästekeeper mit einem Heber überwinden können. Toski erkannte zwar diese Gelegenheit, sein Versuch aber missriet.

Für gewöhnlich geht den Thinius-Mannen zwanzig Minuten vor Spielende so langsam die Luft aus. Gerade bei diesem schweren Boden und dem enormen Einsatz war damit erneut zu rechnen. Weit gefehlt, die Chance auf einen möglichen Punktgewinn gegen die Übermannschaft der Bremen-Liga, verlieh den Hausherren zusätzliche Flügel. Was dennoch auf das TSV-Tor kam entsorgte spätestens Keeper Ercan Vayvalako.

Fünf Minuten vor dem Abpfiff ging der eingewechselte Grollander Kennedy Ukachukwu einem eigentlich unerreichbaren Ball nach, gewann den Zweikampf mit dem heraus stürmenden BSV-Keeper und bugsierte den Ball irgendwie in Richtung Tor. Die Rettungsversuche der Gäste scheiterten und so kullerte der Ball zum 1:0 (85.) für den TSV über die Linie. Der Rest war ein riesiger Freudentaumel bei den Rotschwarzen.

Die Schlussminuten und die großzügige Nachspielzeit überstand die heute über sich hinauswachsende Grollander "Notelf" dank ihres großen Kämpferherzens an diesem Tag auch noch schadlos und dann war die Sensation perfekt!

Fußball 17.10.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui - TSV verspielt beim 2:4 gegen den Leher TS einen zwei Tore Vorsprung

Zwei völlig unterschiedliche Spielhälften lieferten die Thinius-Mannen beim Leher TS ab.

Grolland begann die Partie so gut wie lange nicht mehr. Bereits in der 7. Minute hätte der TSV in Führung gehen können, denn ein Kopfball von Germain Martens (siehe Foto) verfehlte nur knapp das LTS Gehäuse. Wenig später traf dann Mehmet Demirci mit einem Mordshammer von der Strafraumkante zum 1:0 (8.) für seinen TSV ins Netz.

Beseelt durch diese Führung agierten die Grollander gut und ließen die Gastgeber kaum ins Spiel kommen. Erst in der 25. Spielmute musste TSV-Keeper Jan Dähne ernsthaft eingreifen. Zu diesem Zeitpunkt war Torschütze u. Defensivkraft Mehmet Demirci wegen einer Verletzung schon nicht mehr auf dem Feld. Bashkim Toski (30.), nach schöner Eingabe von Kennedy Ukachukwu und vor allem Oguzhan Dalan, der ganz alleine auf das Tor zu strebte und dann nur kläglich abschloss (37.), hätten die Grollander Führung ausbauen können bzw. müssen. Das besorgte dann Germain Martens mit einem Kopfballtreffer zum 0:2 (41.), nach guter Flanke von Ali Hoxha.

Quasi aus dem Nichts erzielten die Hausherren in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den 1:2 (45.) Anschlusstreffer, dabei verteidigten die Grollander einen aus dem Halbfeld geschlagenen Freistoß viel zu tief stehend und verloren den anschließenden Luftkampf an der Fünfmeterlinie.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte lief dann der bis dahin bärenstarke TSV-Verteidiger Ramdas Essel wegen einer Oberschenkel Blessur nur noch wenigen Minuten auf. Dieser Verlust sollte später weitreichende Folgen für die Thinius-Mannen haben. Gleich nach dem Seitenwechsel erzwangen die Hausherren einen Freistoß in aussichtsreicher Position und der Ball schlug durchaus haltbar zum 2:2 (46.) in der Torwartecke des TSV Gehäuses ein. Dieser Treffer war quasi das letzte Wecksignal für die Leher, die nun gegen immer stärker verunsicherte Grollander nachsetzten. Der Innenpfosten (55.) bewahrte den TSV zunächst vor einem weiteren Gegentor. Per Foulelfmeter (60.) zum 3:2 drehten die Gastgeber die Partie dann vollends. Sechzig Sekunden (61.) später verfehlte ein Kopfball von TSV-Angreifer Germain Martens nur hauchdünn das Ziel.

Nach der Führung hatten die Leher nun das Spiel, dass ihnen am besten liegt, nämlich schnell zu kontern. Die Gegenwehr des TSV erlahmte inzwischen zusehends, der Verlust des zwei Tore Vorsprungs und die verletzungsbedingten Auswechselungen hinterließen jetzt deutliche Wirkung. Das 4:2 (71.) fiel dann auch praktisch ohne jegliche Gegenwehr der Grollander Defensive. Ein Pfostenschuss von Sönke Voss (90.) beendete dann für die Thinius-Mannen diesen letztendlich gebrauchten Nachmittag.

Fazit: So wie in der zweiten Spielhälfte darf es nicht weiter gehen ....

Fußball 10.10.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Grollander Mängelliste war einfach zu lang - TuS Schwachhausen besiegt den den TSV mit 3:1

So hatte sich Frank Thinius seine Rückkehr auf die Grollander Trainerbank sicher nicht vorgestellt. Kaum hatte der Grollander Coach seinen Platz eingenommen, geriet seine Elf auch schon mit 0:1 (3.) in Rückstand. Dem Treffer voraus gegangen war ein dicker Patzer von Nico Witte. Insgesamt begannen die Hausherren äußerst fahrig, vor allem die beiden Außenverteidiger wackelten vom Anpfiff weg bedenklich.

Nach einer Viertelstunde köpfte TSV Angreifer Sönke Voss den Ball ins Netz des Gästetores, aber der Treffer fand keine Anerkennung, da Voss offenbar zu viel Körpereinsatz bei dieser Aktion an den Tag gelegt hatte. Nur 180 Sekunden später zeigten die Gäste wie es geht. Der ein ums andere Mal schlecht postierte TSV Außenverteidiger Ali Hoxha gab erneut den Weg nach innen frei und der Eingabe seines Gegenspielers folgte der unhaltbare Schuss ins Tor zum 0:2 (18.).

Damit konnte man die Partie eigentlich schon zu Gunsten der Gäste abhaken. Die Mentalität in solchen Situationen die Ärmel hochzukrempeln, ist den Grollandern in den letzten Monaten anscheinend völlig abhanden gekommen. Vor allem die eigentlich als Leistungsträger auserkorenen TSV-Akteure hinken seit Wochen ihren Ansprüchen hinterher. Gestandene Kicker wie Sönke Voss, Oguzhan Dalan, Anil Morkan und selbst Bashkim Toski bringen derzeit wenig bis gar nichts zustande und auch beim Rest geht der Kopf viel zu schnell nach unten.

Nach einer halben Stunde herrschte eigentlich nur noch ein heilloses Durcheinander auf Seiten der Hausherren. Einen geordneten Spielaufbau vermisste man ebenso, wie eine gut abgestimmte Defensive. So war es kein Wunder, dass es nicht mal gelang mit "nur" zwei Gegentoren in die Halbzeit zu kommen. Das nächste Gastgeschenk gab es in der 42. Spielminute und deshalb stand es zur Pause 0:3, ohne das der TuS Schwachhausen selbst viel dafür tun musste, außer eben auf Grollander Fehler zu warten.

Nach dem Seitenwechsel kam mit "Oldie" Mehmet Demirci jemand aufs Feld der sich wehrt und eben keinen Ball so schnell abschenkt. Mit seiner Einwechselung gab es mehr Stabilität zumindest im defensiven Mittelfeld des TSV. Bashkim Toski vergab in der 48. Minute eine passable Gelegenheit auf den Anschlusstreffer. Nach einer Stunde konnte sich TSV Keeper Jan Dähne auszeichnen, als er einen weiteren Fehler seiner Vorderleute per Fußabwehr ausbügelte. Insgesamt wurde das Spiel der Hausherren etwas besser und so lagen die nächsten Möglichkeiten wieder auf Seiten des TSV. Oguzhan Dalan zwang den TuS-Keeper per Freistoß (66.) zu einer Glanztat und auch Sönke Voss machte noch einmal auf sich aufmerksam, aber sein Schuss ging über das Gäste Gehäuse (72.).

Der Grollander Treffer zum 1:3 (80.) durch Ramdas Essel war dann nur noch Ergebniskosmetik. Für ein Aufbäumen, oder ein furioses Finale fehlte den Thinius Mannen nicht nur die Kraft, sondern vielen leider auch der Wille.

Fazit: Nicht nur das Endresultat ist enttäuschend, sondern vor allem wie einfach die Grollander an diesem Sonntag zu besiegen waren.

Fußball 25.09.2017 von Michael Kotte
Fußball 25.09.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Eine kostenlose Lehrstunde - Schwache Grollander sind mit dem 0:5 beim starken FCO am Ende noch gut bedient!

Ganze sieben Minuten hielt Grollands Defensivtaktik, da überforderte der Hochgeschwindigkeits-Fußball des FCO den TSV erstmals und der Gastgeber ging mit 1:0 in Führung. Danach folgten dreißig Minuten in denen die Grollander einigermaßen Schritt halten konnten, aber in Richtung gegnerisches Gehäuse kaum einen vernünftigen Spielzug zustande brachten. Kurz vor dem Pausenpfiff zogen die Hausherren das Tempo wieder an und die teilweise viel zu tief stehenden und stets zu spät anlaufenden Grollander gerieten erneut arg ins Schwimmen. Gerade als man dachte bloß kein Gegentor mehr zur Halbzeit, lag der Ball auch schon zum 2:0 (43.) im Netz des TSV. Insgesamt gewährten die Grollander dem Gegner viel zu viel Raum, den dieser konsequent nutzte, um Tempo in seinem Kombinationsspiel aufzunehmen

In der TSV-Kabine muss der Pausentee dann wohl ein Schlummertrunk gewesen sein. Der FCO ging früh drauf und die nun völlig verunsicherte Grollander Defensive leistete sich innerhalb weniger Minute ein paar ganz kapitale Böcke, die man nur noch mit Kopfschütteln kommentieren konnte. Folgerichtig gab es kurz darauf auch noch das 3:0 (50.) für die Hausherren. Damit war auch der letzte Widerstand des TSV gebrochen. Mehr als die Hälfte der Truppe stellte die ohnehin recht zaghaften Aktivitäten an diesem Abend nun vollends ein und die Mannschaft wurde zum Spielball der immer stärker aufdrehenden Gastgeber.

Es gab nun schlimmste leichte Ballverluste und Fehlpässe auf Seiten des TSV zu sehen. Grollands Kapitän Hoopmann leitete dann mit einem ins Bild passenden haarsträubenden Querpass, in der eigenen Spielhälfte, das 0:4 (75.) ein. Das es zunächst keine weiteren Gegentore mehr gab war reine Glückssache, denn vernünftige Gegenwehr kam von den Grollandern schon längst nicht mehr. Das 5:0 in der 87. Spielminute dokumentierte die haushohe fußballerische Überlegenheit der Gastgeber dann vollends.

Fazit: Sich gegen einen zweifellos sehr starken Gegner neunzig Minuten lang vernünftig zu verkaufen ist auch eine Frage der Moral und des Charakters und beides habe ich beim TSV an diesem Abend in der zweiten Hälfte total vermisst. Ferner hat ein Großteil der Mannschaft ganz offensichtlich deutliche konditionelle Defizite.

Fußball 17.09.2017 von Michael Kotte

1. Herren: Nur der Torpfosten stand Grollands Sieg im Weg - TSV Grolland und KSV Vatan Sport trennen sich 0:0

"Wenn wir gegen Grolland nicht gewinnen, dann haben wir in der Bremen-Liga nichts zu suchen." So zitierte Sportbuzzer Bremen Vatan`s Coach Riza Avdiji im Vorfeld der Partie beim TSV. Nun letztendlich hat seine Elf nicht nur in Grolland nicht gewonnen, sondern eher glücklich einen Punkt geholt. In einer an Torchancen armen Begegnung hatten die Hausherren eindeutig die beste Gelegenheit diese Begegnung für sich zu entscheiden, denn in der 72. Spielminute scheiterte Grollands Germain Martens nur knapp am linken Innenpfosten des Gästegehäuses.

Vor leider nur spärlicher Kulisse (Sky und der SV Werder sorgten für eine wenig gefüllte Kasse) trafen zwei Teams aufeinander die beide hinten recht gut standen, sich im Mittelfeld weitgehend neutralisierten und denen es im Angriff an Durchschlagskraft fehlte. Vor allem und das finde ich besonders erwähnenswert bei aller Brisanz die vorher in diese Begegnung hinein interpretiert wurde, ging es äußerst fair auf dem Spielfeld zu.

In Halbzeit eins hatten die beiden Kontrahenten keine Gelegenheiten zu verzeichnen die deutliche Torgefahr ausstrahlten. In der zweite Spielhälfte hatte die Heimelf dann die Nase vorn im Herausspielen von guten Chancen. Auch wenn die Gäste zeitweise etwas Übergewicht an Ballbesitz hatten, so richtig lichterloh brannte es nie im Grollander Strafraum. Einmal allerdings musste TSV-Keeper Ercan Vayvalako nach einem Eckball, im letzten Moment per Fausteinsatz, vor einem zum Kopfball bereiten Vatan Akteur klären.

Auf Seiten der Hausherren verließ in der 54. Minute Youngster Kennedy Ukachukwu, alleine auf das Tor zustrebend, der Mut zum Abschluss. Germain Martens (58.) und Sönke Voss (66.) scheiterte mit ihren Schüssen jeweils am guten am Gästekeeper. Und in Minute 72. stand Grollands Germain Martens auf dem Weg zum Torerfolg, dann (wie bereits anfangs erwähnt) nur noch der Pfosten im Weg.

Die größeren Gelegenheiten den Siegtreffer zu erzielen hatten somit die Hausherren. Insofern war das eher ein glücklicher Punktgewinn für den KSV Vatan Sport, auch wenn sich beide Teams ansonsten auf einer Ebene bewegten.

In welcher Liga die Vatanesen nun künftig ihre Spiele austragen wollen, war kurz nach dem Spielende noch unklar.

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